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Viele Fragen und Unsicherheiten zum Gesundheitsfonds

Geldscheine umwickelt mit Stetoskop

Was ist der Gesundheitsfonds?

Der Gesundheitsfonds ist ein Umverteilungssystem aller Geldströme der gesetzlich Krankenversicherten und zugleich das Kernstück der Gesundheitsreform der Großen Koalition. Durch den Fonds sollen die Gelder an die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) neu verteilt werden. Gespeist werden soll der Fonds aus den Beiträgen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern sowie aus Steuermitteln. Jede Kasse erhält dann aus dem Pool eine bestimmte Pauschale pro Versicherten.

Was kostet mich die neue Finanzierungsform?

Der neue Beitragssatz wurde für alle Krankenkassen auf 15.5 Prozent festgelegt. Das kann für gut verdienende Versicherte der BKK Merck zu einer Mehrbelastung von bis zu 22 Euro im Monat führen. Dieser Betrag wird sich aber erstmal nur minimal auf dem Konto auswirken, da die Bundesregierung den Beitrag zur Arbeitslosenversicherung von 3.3 Prozent auf 2.8 Prozent senken wird.

Fazit: BKK Merck Versicherte werden am Ende des Monats eine geringfügige Beitragssteigerung bemerken, aber das volle Leistungsangebot behalten.

Können kleine Krankenkassen in Zukunft überleben?

Pauschal kann man diese Aussage erst einmal mit Ja beantworten. Die neuen Gesetzesregelungen machen es zwar einigen Kassen, je nach Art und Größe, einfacher oder schwerer, doch spielen kleinere Kassen in der entsprechenden Region oftmals eine starke Rolle.

Durch schmale Verwaltungseinheiten können sich diese Kassen oft schneller den jeweiligen Marktgegebenheiten anpassen.

Diese Rolle beansprucht auch die BKK Merck. Seit über 120 Jahren wurden alle Reformen sehr erfolgreich gemeistert, was kontinuierlich steigende Versichertenzahlen belegen. Mangelnde Größe wird durch geschickte Kooperationen einfach kompensiert.

Sicher ist das nur ein Teil vieler Gründe, weshalb kleine und mittelständische Krankenkassen auch den kommenden Jahren optimistisch entgegen sehen.

Fazit: Alle Kassen, die in den letzten Jahren eine solide und innovative Geschäftspolitik betrieben haben, werden auch in den nächsten Jahren eine positive Zukunft haben.

Kann eine mittelständische BKK das gleiche bieten wie eine große Kasse?

Eine kleine oder mittelständische BKK kann nicht nur genauso viel bieten wie ein Kassentanker (z.B. DAK, Barmer, AOK, etc.), sondern in vielen Bereichen noch einiges mehr. Bereits in den letzten Jahrzehnten war eine BKK Merck entscheidend preisgünstiger, als große Mitbewerber und dass mit einem äußerst umfangreichen Leistungspaket. Das Zusammenspiel einer gesunden Versichertenstruktur und einer schmalen und effektiven Verwaltungspolitik wird auch in Zukunft für den Versicherten entscheidende Vorteile bringen. Spätestens wenn Sie einen Antrag einreichen müssen werden Sie es bemerken!

Fazit: Die Vorteile einer Krankenkasse liegen zum großen Teil in einer effektiven Einheit und nicht allein in der Menge der Mitgliedszahlen.

Die Beitragssteigerung bringt mehr Geld in das System – besitzen die Kassen jetzt Geld im Überfluss?

Ab dem 01.01.2009 zahlen alle Kassen erstmals die gesamten Einnahmen in einen gemeinsamen Topf. Erst später wird aufgrund der Versichertenstruktur der Betrag anteilig an die Kassen ausgezahlt. Eine genaue Prognose wer welche Beträge ausgezahlt bekommt, kann derzeit noch niemand abgeben. Fakt ist aber, dass den Ärzten von der Politik 2,5 Milliarden mehr versprochen wurde und dass es im Arzneimittelbereich erhebliche Kostensteigerungen geben wird. Diese Kosten werden die Mehreinnahmen sofort verschlingen.

Fazit: Wie das Gesundheitssystem und jede einzelne Kasse mit der neuen Einnahmenpolitik auskommt, kann derzeit noch niemand vorhersagen. Definitiv wird nicht aber zu viel Geld im System sein.

Brauchen wir 30 oder 200 Krankenkassen?

Die Größe einer Krankenkasse ist nach wie vor keine entscheidende Grundlage für eine erfolgreiche Geschäftspolitik. Ein freier Wettbewerb hat bisher noch keiner Branche geschadet, im Gegenteil!

Welchen Sinn eine zwanghafte Begrenzung auf wenige Anbieter macht, ist vielen nicht klar? Der Markt regelt sich selbst am besten. Sicher gibt es in einigen Bereichen Vorteile durch hohe Marktanteile, doch mindestens genauso viele Vorteile besitzen kleine, überschaubare und bewegliche Einheiten. Ob in der Kassenwelt oder in der Autoindustrie, viele Fusionen sind bereits gescheitert und bereits wieder gelöst, während z.B. Porsche als „kleine Automarke“ die besten Ergebnisse erzielt.

Fazit: Außer das Ulla Schmidt am liebsten selbst alle Fäden in der Hand halten würde, gibt es keinen plausiblen Grund einen funktionierenden Wettbewerb künstlich zu beschneiden. Wir als BKK Merck schauen deshalb auch weiterhin der Zukunft positiv entgegen und sehen die kommenden Veränderungen für uns als Chance.

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